Schweizer Meistertitel für Rickenbach und Luzern!
Der STV Rickenbach spielte an den diesjährigen Schweizer Meisterschaften im Vereinsturnen nicht nur als Organisator eine zentrale Rolle. Das OK, mit den Co-Präsidenten Daniel Schacher und Nicola Nyffeler, zeichnete sich nicht nur durch einen top organisierten Anlass aus, sondern zog auch auf dem Wettkampfplatz die Blicke auf sich. Sowohl beim Barren als auch beim Sprung traten sie als Titelverteidiger an. Die Vorbereitungen auf den bedeutendsten Vereinsturn-Wettkampf verliefen dieses Jahr etwas anders. «Unsere Doppelrolle als Organisator und Teilnehmer hatte definitiv spürbare Auswirkungen auf die Vorbereitungen sowie den Wettkampf. Rund die Hälfte unserer Sektion war direkt im OK engagiert und nahezu das gesamte Team packte in den Tagen zuvor beim Aufbau mit an. Das hat sich auf Schlaf, Konzentration und den Energiehaushalt ausgewirkt. Unsere gewohnten Abläufe, wie das gemeinsame Anreisen und die ruhige, individuelle mentale Vorbereitung vor Ort, fielen für viele weg», heisst es vom Leiterteam mit Sandro Rogger, Nicola Hüsler, und Amélie Loose. Turnerisch auf höchstem Niveau erturnten sich die Rickenbacher Barren- und Sprungteams die Finalqualifikation. Die Finals am Sonntag, turnerischer Höhepunkt im Vereinsgeräteturnen, brachten die Stadthalle in Sursee zum Beben. Auch dort gelangen den Rickenbachern zwei optimale Durchgänge. Die Stimmung bei der anschliessenden Rangverkündigung beschreiben die Leiter wie folgt: «Über Wochen hinweg baute sich in der Vorbereitung eine enorme Spannung auf, die am Wettkampftag bei der Rangverkündigung ihren absoluten Höhepunkt erreichte.» Als verkündet wurde, dass der STV Rickenbach den Schweizer Meistertitel am Sprung verteidigt, sowie am Barren den dritten Rang erturnt, verwandelte sich die Spannung, so Sandro Rogger, «in eine riesige Freudenexplosion. Es war ein absolut unbeschreibliches Gefühl, eine Mischung aus riesiger Erleichterung und purer Euphorie!»
Drei Podestplätze für Luzern
Am Barren konnten sich zwei weitere Luzerner Vereine für den Final qualifizieren. Der STV Roggliswil und der BTV Luzern. Die Roggliswiler Barren-Truppe überzeugte auch am Sonntag, verpasst eine Medaille jedoch knapp. Dem BTV Luzern gelang der Finaldurchgang nahezu perfekt. Mit der Note 9.70 holten sie den Barren-Schweizer Meistertitel zum ersten Mal nach Luzern. Die Leiter Roger Zimmermann und Fabien Herzog beschreiben diesen Erfolg wie folgt: «Es fühlt sich grossartig an. Nachdem wir an den letzten Schweizer Meisterschaften unsere eigenen Erwartungen nicht erfüllen konnten, ist die Freude dieses Jahr umso grösser!» Der BTV Luzern qualifizierte sich zudem auch in den Disziplinen Sprung und Schaukelringe für den Final. Selbstverständlich war das für die Luzerner jedoch nicht: «Trotz der Aufs und Abs während der Saison haben wir immer aneinander geglaubt und gemeinsam weitergearbeitet. Ein besonderer Moment war für uns in diesem Jahr auch die erstmalige Teilnahme am Wolves Festival auf Rhodos. Dieser Event hat unseren Zusammenhalt deutlich gestärkt. Diese positive Energie konnten wir nach der Sommerpause mit zurück ins Training nehmen. «Nicht nur im Training, sondern auch im Finale war die positive Energie deutlich zu spüren. «Am Wettkampf selbst ist es uns gelungen, unser Potenzial genau im richtigen Moment abzurufen. Wir sind als Team aufgetreten und haben uns gegenseitig getragen», so die weiteren Leiter Fadri Zimmermann (Sprung) sowie Marco Meyer und Fabio Gasser (Schaukelringe). Der BTV Luzern gewinnt beim Sprung wie auch bei den Schaukelringen Bronze und kürt sich mit drei Medaillen zum erfolgreichsten Verein der diesjährigen SMV. Der Blick in die nächste Saison ist dementsprechend optimistisch: «Für die Zukunft möchten wir auf diesem Erfolg aufbauen und uns als Team weiterentwickeln. Sportlich möchten wir vor allem daran arbeiten, unser Potenzial noch konstanter und etwas früher in der Saison abrufen zu können. Das Ziel bleibt aber dasselbe: Am entscheidenden Tag unsere bestmögliche Leistung als Team zu zeigen.»
Finalqualifikation für Ettiswil und Dagmersellen
Über eine erstmalige Finalqualifikation freute sich der STV Ettiswil. In einem stark besetzten Reck-Teilnehmerfeld behaupteten sie sich auf dem vierten Rang. Im Finale turnten die Luzerner neben den Top-Vereinen Rohrdorf, Rüti und Sulz. Es resultierte der tolle vierte Schlussrang. Nicht nur die Geräteturner kämpften um eine begehrte Medaille. In der Kategorie Gymnastik konnte sich der TV Dagmersellen nach der Silbermedaille im Jahr 2018 erstmals wieder für das Finale qualifizieren. Die Dagmersellerinnen platzierten sich auf dem vierten Rang.
«Emotionen turnt unter die Haut»
Auch OK-Präsident Daniel Schacher blickt zufrieden auf die SMV zurück: «Wir sind unglaublich dankbar, dass der Anlass unfallfrei und rundum erfolgreich über die Bühne gegangen ist. Unser Ziel war es, Emotionen zu ermöglichen, die unter die Haut gehen – genau passend zu unserem Motto. Dass uns das gelungen ist, macht uns wahnsinnig stolz.» Der Anlass stellte das junge OK auch vor Herausforderungen. So durften beispielsweise über 1000 mehr Turnende als im vergangenen Jahr begrüsst werden. Den sportlichen Erfolg des STV Rickenbachs, bei dem Daniel Schacher als Turner beigetragen hat, ordnet er wie folgt ein: «Das war wirklich das Tüpfelchen auf dem i! Es ist unglaublich, dass wir trotz der Doppelbelastung unseren Schweizer Meistertitel verteidigen und auch am Barren einen Podestplatz erreichen konnten. Ein riesiges Lob gebührt hier vor allem dem Leiterteam, das die Mannschaft trotz des Organisationstrubels auf den Punkt perfekt vorbereitet hat.»
Den Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden vertraten an der diesjährigen SMV insgesamt 20 Vereine – nach Aargau der zweitmeist vertretene Verband! Dies bestätigt die tolle Arbeit, die tagtäglich geleistet wird. Ein grosses Dankeschön gilt den Leiterinnen und Leitern für ihre wertvolle Arbeit!
Fotos: Walter Linke
Bericht: Gabriel Gerber




















































