Optimale Vorbereitung für die Schweizer Meisterschaften
Die SM Team Challenge bot einen ersten Vorgeschmack auf die an den folgenden drei Wochenenden stattfindenden Schweizer Meisterschaften. Die qualifizierten Turnerinnen und Turner erlebten einen Wettkampf im Stile des Mannschaftswettkampfes. Während die Turnerinnen ein oder mehrere Teams pro Kategorie bildeten, bestand ein Männer-Team aus allen Kategorien durchmischt. Eine optimale Vorbereitung auf die SM war es indessen nicht nur durch die Art des Wettkampfes, sondern auch dank den startenden Vereinen: Die SM Team Challenge wurde mit Turnenden aus den Verbänden Aargau, Appenzell, Basel Land, Bern, Solothurn, Thurgau, und Jura bereichert.
Knappe Entscheidungen um den Sieg
Pro Gerät zählten zur Endabrechnung jeweils vier Noten. An die somit 160 möglichen Punkte (4 Geräte à vier Übungen mit Maximalnote 10.00) kam im K5 ein Team aus Aargau und Appenzell klar am nächsten. Eine Differenz von lediglich vier Zehnteln entschied letztendlich über den Sieg. Diese schnappte sich das Team Aargau. Auch der Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden zeigte sich im besten Licht: Die drei Teams platzierten sich auf den Rängen drei, fünf und sechs. Auch in der Kategorie 6 lieferten sich zwei Teams ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Sieg. Wiederum weniger als einen Punkt Vorsprung erturnte sich das sechsköpfige Berner Team auf das Team aus Luzern, Ob- und Nidwalden. Etwas über zwei Punkte dahinter platzierten sich die weiteren einheimischen Teams auf den Rängen drei und vier!
Bei den Damen stand mitunter auch die amtierende Schweizer Meisterin Sina Kaufmann am Start. Auch in diesem Jahr befindet sich die Aargauerin in Topform. Am Boden gar mit der Note 10.00, führte sie das Aargauer Team zum Sieg. Nicht weit dahinter sicherten sich die Luzern-, Ob-, und Nidwaldnerinnen die Silbermedaille. In der Kategorie 7 kämpften wiederum zwei Verbände, in noch grösserer Deutlichkeit als in den vorherigen Kategorien, um den Sieg. Ein Punktetotal von 149.58 Punkten, was einem Notendurchschnitt von knapp 9.35 pro Übung entspricht, erturnten sich die Aargauerinnen und nahmen somit die bereits dritte Goldmedaille des Tages entgegen. Für den Verband Luzern, Ob- und Nidwalden bedeutete der zweite Rang die fünfte Medaille.
SM aus einer neuen Perspektive
Diese tollen Resultate freuten insbesondere auch Marion Strebel. Die neue SM-Verantwortliche der Turnerinnen, an der Seite von Raphael Kaufmann (SM-Verantwortlicher der Turner), blickt voller Vorfreude auf die Schweizer Meisterschaften: «Ich freue mich sehr, die SM aus einer anderen Perspektive mitzuerleben und insbesondere auch mitzugestalten.» Zu den gesteckten Zielen äussert sich Marion wie folgt: «Vor allem hoffe ich, dass alle einen unfallfreien Wettkampf absolvieren und ihre Leistungen abrufen können. Natürlich wäre es umso schöner, wenn dabei der eine oder andere Podestplatz herausschaut. Mein persönliches Ziel ist es, die erste SM als Verbands-Verantwortliche gut vorbereitet und ohne Zwischenfälle abzuschliessen.»
Weitere Podestplätze für Luzern, Ob- und Nidwalden bei den Turnern
Auch der Wettkampf der Turner bot einiges an Spektakel. Aufgeteilt in die Kategorien «Flexibel» und «Elite» unterstrichen einige Turner ihr Potenzial auf den Schweizer Meistertitel! In beiden Kategorien konnte das Aargauer Team die Goldmedaille einheimsen. Die Turner aus dem Verband Luzern, Ob- und Nidwalden zeigten ebenfalls hochstehende Übungen und platzierten sich auf den Rängen zwei und drei in jeweils beiden Kategorien! Den Abschluss dieses Wettkampftages machte die «Super-Challenge». Die jeweils sechs höchsten Gerätenoten der Turnerinnen bzw. Turner qualifizierten sich für diesen einmaligen Finaldurchgang. Die zwölf Finalisten wurden in sechs Duos gelost, wobei jeder nochmals eine Übung zum Besten gab. Die Super-Challenge entschieden Sina Kaufmann und Severin Ender (beide Team Aargau) für sich. Auf Rang zwei platzierte sich der Trienger Rafael Wilhelm zusammen mit Nina Plaz (Team Aargau). Und auch auf dem dritten Rang nahm mit Cyrill Hui, an der Seite der Bernerin Jael Ackermann, ein weiterer Aargauer Platz.
Bericht: Gabriel Gerber
Fotos: Walter Linke
















































