Eschenbach|19.09.2026 – 19.09.2026|

Nach den erfolgreichen Schweizer Meisterschaften Vereinsturnen, ausgetragen im Verbandsgebiet Luzern, Ob- und Nidwalden, stand am Mammut Cup der dritte Qualifikationswettkampf für die SM Einzelgeräteturnen an.

Der STV Ballwil begrüsste als Organisator nicht nur Turnende aus dem einheimischen Verband. Auch Gäste aus den Verbänden Solothurn, Uri, Wallis, Basel-Landschaft und Tessin nutzten den Mammut Cup als Standortbestimmung für die bevorstehenden Schweizer Meisterschaften. In der Kategorie 5 turnte sich Emely Fries zur bereits fünften Medaille der Saison. Damit stand die Beromünsterin bis jetzt jedes Mal auf dem Podest. Am Mammut Cup gewann sie den dritten Wettkampf des Jahres mit rund zwei Zehntelspunkten Vorsprung auf Valentina Blum (STV Roggliswil). Auch die Zweitplatzierte weist eine nahezu perfekte Quali-Serie auf: In den beiden Austragungen vor der Sommerpause resultierten ein erster sowie ein zweiter Platz. Die Bronzemedaille ging an Silvana Ineichen (Getu Bürglen).

Fünfter Saisonsieg für Lars Fässler

Noch deutlicher fällt die Saisonbilanz bei den Turnern aus. Lars Fässler dominierte den Mammut Cup. Drei Höchstnoten liess er sich auf das Notenblatt schreiben und turnte sich so zu seinem fünften Sieg der Saison. Anders verlief die Saison für Lyan Grüter. Beim Saisonstart in Büron noch ausserhalb der Auszeichnungen turnte sich der Grosswanger von Wettkampf zu Wettkampf näher ans Podest. Die Silbermedaille bedeutete für ihn die erste K5-Podestplatzierung. Nur einen Zehntelspunkt dahinter platzierte sich Fabio Märchy (STV Rickenbach), seinerseits mit einem grossen Vorsprung, auf dem dritten Rang.

In einem grossen K6-Teilnehmerfeld – rund 86 Turnerinnen – konnten sich zwei Turnerinnen aus Obwalden an die Spitze setzen. Lara Küchler erlöste sich nach zwei Silbermedaillen nun mit der goldenen. Den zweiten Platz sicherte sich mit zwölf Hundertsteln Vorsprung Mira Mathis. Das Podest komplettierte Eva Sophie Dormann (TZN Nidwalden). Bei den Turnern derselben Kategorie steht ebenfalls ein Turner zum wiederholten Male zuoberst auf dem Podest. Mit über 1.5 Punkten Vorsprung und allen fünf Höchstnoten bescherte sich Rafael Wilhelm den dritten Sieg der Saison. Dahinter – nur wenige Hundertstelpunkte Differenz – gewannen Fabian Kneubühler (STV Sempach) und Gil Müller (TV Triengen) die weiteren Medaillen.

Monika von Rotz und Christian Hofstetter in Bestform

Monika von Rotz zeigte sich in der ersten Saisonhälfte in Topform. Die Kernserin ergatterte in den drei Frühlingswettkämpfen zwei Gold- und eine Silbermedaille. Diese ausgezeichnete Bilanz kann sie auch nach der Sommerpause weiterziehen. Einen Vorsprung von über zwei Zehnteln bescherten ihr einen weiteren K-Damen-Sieg. Den zweiten Rang teilten sich Ramona Lindemann (STV Büron) und Laura Stütz (STV Beromünster), welche beide einen grossen Schritt Richtung SM-Qualifikation machten. Bereits qualifiziert ist der dreifache Qualifikations-Sieger Christian Hofstetter. Da für die Qualifikations-Rangliste nur drei der vier Wettkämpfe zählen, darf sich der amtierende Vize-Schweizer Meister der Kategorie Herren bereits jetzt auf die SM anfangs November freuen. Die weiteren Podestplätze gingen an Jonathan Arnold (STV Ballwil) und Benedict Portmann (TV Triengen).

Top-Noten in der Königskategorie

Die gleiche Ausbeute wie Christian bei den Herren, weist Kaya Dimmler im K7 auf. Sämtliche Wettkämpfe entschied die Luzernerin für sich. Am Mammut Cup knackte sie sogar eine Punktzahl von über 38 Punkten und bestätigt damit eindrücklich ihre aktuelle Form. Rund drei Zehntelspunkte dahinter ging die Silbermedaille an Lara Dillschneider (STV Büron), Bronze sicherte sich Lisa Maria Odermatt, welche die Gastturnerin Mirjam Strässle (TV Kaufleute Solothurn) mit fünf Hundertsteln Vorsprung neben das Podest versetzte. Bei den Turnern gewann Simon Stalder zum ersten Mal in der laufenden Qualifikation. Mit Noten zwischen 9.30 und 9.70 gelang ihm ein ausgezeichneter Wettkampf. Der Sieger der ersten beiden Austragungen, Jonas Huwyler, zeigte ebenfalls einen hervorragenden Wettkampf, beispielsweise mit der Note 9.80 an den Schaukelringen. Auch die wohl seltenste Note im Einzelgeräteturnen, eine 10.00, konnte sich ein Turner schreiben lassen. Janis Fasser vollführte eine fehlerlose Barren-Übung und turnte sich damit ganz nahe an die Goldmedaille. Zum Schluss resultierte der zweite Rang vor Jonas Huwyler.

Bericht: Gabriel Gerber
Fotos: Markus Huber