Kerns|23.05.2026 – 23.05.2026|

Kaya Dimmler und Jonas Huwyler holen die K7-Verbandsmeistertitel nach Luzern.

Es ist der erste Wettkampf der SM-Qualifikationsserie. Nebst einem ersten wichtigen Resultat für die Quali-Rangliste, ging es in Kerns aber auch um die umkämpften Verbandsmeistertitel.

Bei den Turnern der Kategorie 5  schien das Rennen um den Sieg bereits nach drei Geräten entschieden. 9.45, 9.55, und 9.70: So die Noten von Lars Fässler. Nico Roos, der mit zwei Podestplätzen ebenfalls eine bereits erfolgreiche Saisonbilanz aufweist, hatte bereits sieben Zehntelspunkte Rückstand. An den Ringen vergab dann der Spitzenreiter unerwartet einige Zehntelspunkte. Ausgerechnet da, wo sein Verfolger die Geräthöchstnote turnte. Am Sprung erturnte sich Lars Fässler jedoch seine dritte Höchstnote, und gewann somit auch den dritten Wettkampf der Saison. Nico Roos (STV Sursee) platzierte sich wiederum mit grossem Vorsprung auf Rang zwei. Aurel Blank nutzte den Heimvorteil auch beim zweiten Wettkampf in Kerns und gewann Bronze.

Nach zweimal Silber nun Gold!

Nach den Beromünster Festspielen an den Regionenmeisterschaften Napf waren die K5-Turnerinnen, im Speziellen das Sieger-Trio, nun gefordert. Rund 146 Turnerinnen kämpften um jeden Zehntelspunkt. Und der Wettkampf zeigte sich von der spannendsten Seite: Insgesamt 18 Turnerinnen platzierten sich innerhalb eines Punktes. Durchsetzen konnte sich Valentina Blum (STV Roggliswil) vor Rahel Baumann (STV Neuenkirch). Beste Beromünsterin war Emely Fries auf Rang drei. Eine Kategorie höher war das Bild komplett anders. Fast acht Zehntelspunkte lagen zwischen den ersten beiden Plätzen. Ena Erni (STV Beromünster) gelang ein Traum-Wettkampf mit dem Höhepunkt am Boden (Note 9.70). Nach zweimal Silber ist es damit nun endlich Gold! Während die Goldmedaille eine entschiedene Sache war, ging es im Kampf ums Podest umso enger zu und her. Schlussendlich platzierten sich Lara Küchler (Getu Obwalden) und Samia Metzler (STV Sursee) punktegleich und nur drei Hundertstel vor der viertrangierten Ria Ottiger auf dem zweiten Podestplatz.

Bei den Turnern schlug der aktuelle ETF-Silbermedaillengewinner zu. Neun Zehntelspunkte nahm er der Konkurrenz ab. Rafael Wilhelm (TV Triengen) überzeugte vollends, allem voran am Sprung mit der klaren Höchstnote 9.75 (wobei beide Sprünge zur Note zählen). Dahinter platzierte sich der formstarke Jonas Kneubühler (STV Sempach) vor Janik Beck (STV Sursee).

Laura Stütz (STV Beromünster) und Monika von Rotz (Getu Obwalden) machten den Damen-Sieg unter sich aus. Während Laura die Höchstnoten am Boden (9.85) und an den Ringen (9.65) holte, gelang dies Monika am Sprung (9.40) und am Reck (9.75). Schlussendlich konnte sich die Beromünsterin um zwei Zehntelspunkte durchsetzen und realisierte den zweiten Beromünster-Sieg des Tages. Den dritten Rang sicherte sich, wiederum deutlich, Eva Fleischlin (STV Sempach). Bei den Herren gab es keine Überraschungen. Christian Hofstetter konnte einmal mehr seine Leistung auf den Punkt bringen. Der amtierende Vize-Schweizermeister gewinnt souverän (mit über einem Punkt Vorsprung) vor Jonathan Arnold (STV Ballwil) und Benedict Portmann (TV Triengen).

Alle drei Kantone auf dem Podest

Dass sie Boden und Schaukelringe turnen kann, bewies Paciane Bo Studer an den letztjährigen Gerätefinals mit jeweils der Goldmedaille! Auch in Kerns konnte sie die Übungen an ihren Paradegeräten sauber durchturnen und holte beide Bestnoten. Zum Gesamtsieg, und somit auch zum Verbandsmeistertitel reichte es dennoch knapp nicht. Kaya Dimmler, die wiederum am Sprung und Reck die Höchstnoten erzielte, gewann mit knapp zwei Zehntelspunkten Vorsprung. Auf Rang drei platzierte sich Livia Odermatt und konnte somit auch den dritten Kanton des Turnverbandes auf dem K7-Podest vertreten.

Kleine Überraschung im K7

Dass auch den besten Turnern des Landes nicht immer alles gelingt, zeigte der zweite Sprung von Simon Stalder. Der Doppelsalto mit 1.5-facher Schraube glückte ihm nicht wunschgemäss, womit eine Sprung-Note von 9.25 Punkten resultierte. Das ist zwar immer noch eine stolze Punktzahl, doch Jonas Huwyler (BTV Luzern) gelang währenddessen ein Traum-Wettkampf. Drei Höchstnoten liess er sich auf sein Konto schreiben und holte sich souverän den Verbandsmeistertitel. Den hart umkämpften dritten Rang sicherte sich Janis Fasser (STV Rickenbach).

Bericht: Gabriel Gerber
Fotos: Franz Blättler